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Sanieren5 Minuten

Kein Handwerker hat Zeit? Sieben Wege aus der Warteschleife

Licht

Auf dem Land wartet man auf einen Elektriker länger als auf einen Facharzttermin. Das liegt nicht an den Betrieben – und es gibt Wege, trotzdem voranzukommen.

Wer ein altes Haus auf dem Land kauft, macht meist dieselbe Erfahrung: Der örtliche Betrieb ist freundlich, kompetent – und bis übernächstes Jahr ausgebucht. Angebote kommen nach Wochen oder gar nicht. Das ist kein böser Wille. Kleine Betriebe mit drei, vier Leuten versorgen ihre Stammkundschaft, und eine Komplettsanierung für Zugezogene ist für sie ein Klumpenrisiko.

Was also tun?

1. Das Projekt angebotsfähig machen

Handwerker sortieren Anfragen. „Wir haben ein Haus gekauft, können Sie mal vorbeikommen?“ landet unten im Stapel. Eine Anfrage mit Fotos, Grundriss, klarer Liste der gewünschten Arbeiten und einem realistischen Zeitfenster landet oben. Je weniger Rätselraten, desto eher ein Angebot.

2. Größer suchen, als man denkt

Der Radius ist auf dem Land der größte Hebel. Betriebe aus der nächsten Kreisstadt oder aus 80 Kilometern Entfernung kommen durchaus – wenn der Auftrag groß genug ist, damit sich die Anfahrt lohnt. Für drei Steckdosen fährt niemand eine Stunde. Für eine komplette Etage schon.

3. Bündeln statt stückeln

Daraus folgt: Wer fünf Gewerke einzeln vergibt, hat fünfmal das Warteproblem und muss die Abstimmung selbst übernehmen. Ein Betrieb, der alles aus einer Hand anbietet und die Fachgewerke koordiniert, ist nicht automatisch teurer – aber er hat ein Interesse daran, dass es ohne Lücken vorangeht.

4. Antizyklisch planen

Im Frühjahr wollen alle. Innenausbau lässt sich dagegen gut in den Winter legen, und manche Branchen haben ausgeprägte Nebensaisons. Bauteams aus der Industrie, dem Veranstaltungssektor oder dem Bereich temporäre Bauten zum Beispiel haben zwischen ihren Projektphasen regelmäßig freie Wochen – und bringen genau das mit, was einer Altbausanierung oft fehlt: Termindruck-Erfahrung und eingespielte Abläufe.

5. Eigenleistung – aber die richtige

Rückbau, Entrümpeln, Tapeten ab, alte Böden raus, Malerarbeiten: Das kann man selbst machen, und es spart Handwerkerzeit für das, was Können braucht. Finger weg von Elektrik, Gas, Trinkwasser und Statik. Das ist nicht nur gefährlich, sondern kostet im Zweifel den Versicherungsschutz.

6. Verbindlich sein

Betriebe bevorzugen Kunden, die entscheiden, erreichbar sind und pünktlich zahlen. Wer drei Wochen über ein Angebot nachdenkt, verliert den Termin an jemanden, der zugesagt hat. Klingt banal, ist aber der häufigste Grund für „plötzlich keine Zeit mehr“.

7. Vermitteln lassen

Man muss die Suche nicht selbst machen. Wir kennen Bauteams, die Kapazität haben, Projekte aus einer Hand abwickeln und Erfahrung mit alten Häusern mitbringen – von der Sanierung über Carport, Terrasse und Außenanlagen bis zu Möbeln nach Maß und Sonderbau. Sechs Fragen genügen, dann suchen wir.